Schritt für Schritt zu weniger Plastik im Alltag

Du kannst dich vielleicht noch an den Bericht über den Plastik Teppich im Karibischen Meer erinnern. Ein kilometerweiter Teppich aus Plastik, Müll, Dreck. Alles Dinge, die gekauft und kurze Zeit später weg geschmissen werden.
Entdeckt wurde dieser Teppich auf der Höhe von Honduras im karibischen Meer. Ich bin derzeit in Costa Rica, das ist rund 700 km entfernt von Honduras. Wer sich nicht vorstellen kann wie fern/nah das ist: Es ist die Luftlinie von Burgenland nach Vorarlberg, also einmal quer durch Österreich.

Ich bekomme ständig Nachrichten auf meine Instastories, Facebookfotos und Blogposts, wie wunderschön paradiesisch es hier in der Karibik sei. Ja, ist es, ich kann mich selbst kaum satt sehen dran. Ich liebe es, am Strand zu sitzen und das Wasser zu beobachten. Die Frage ist nur, wie lange noch?! Ich möchte gar nicht daran denken, dass der Plastikteppich hier vorbei schwimmt und alles tötet, was unter ihm und rund um ihn ist.

Costa Rica besitzt 5 % der Weltbiodiversität. Das bedeutet 5% aller Pflanzen- und Tierarten sind hier zu finden. Viele davon werden mit viel Aufwand geschützt, doch niemand kann Tiere und Pflanzen im Wasser vor diesem Müll schützen. Greenpeace schätzt, dass wir jährlich fast 12,7 Tonnen Plastik ins Meer kippen, Tendenz steigen. Das betrifft natürlich nicht nur das Karibische Meer, sondern die Weltmeere. Ich sitze halte einfach gerade am Karibischen Meer und fühle mich daher vielleicht jetzt stärker betroffen, als ich noch in Österreich war.

Der Grund für diesen Blogpost ist nicht, dass ich euch erklären möchte, wie schrecklich, ihr seid und was ihr alles falsch macht. Denn auch ich führe LEIDER bei weitem kein plastikfreies, umweltfreundliches Leben und verschwende nach wie vor zu viel. Alleine meine Flüge zwischen Österreich und Costa Rica sind bei weitem nicht umweltschonend.

Doch ich versuche meinen Alltag zu verbessern und euch mit dem Post ein bisschen mitzunehmen und vielleicht zu inspirieren, da mir echt schlecht wird bei dem vielen Müll, der auf unserem Planeten existiert.
So habe ich einige Tipps zu einem umweltfreundlicheren Alltag mal zusammen geschrieben, die wir gemeinsam machen können und freue mich über jeden weiteren, den ihr für mich habt. Es kann sein, dass einige davon für die eine oder andere / den einen oder anderen nach „no nah“ klingen, egal. Besser einmal mehr aufgeschrieben, als zu wenig.

Essen/Trinken/Einkaufen

  • Verwenden wir wieder befüllbare Trinkflaschen anstatt Einwegplastikflaschen
  • Vermeiden wir Plastiktaschen beim Einkaufen von Lebensmittel, Kleidung, etc.
  • Versuchen wir vorwiegend Produkte zu kaufen, die nicht nochmal zusätzlich in Plastik eingepackt sind.
  • Bevor wir Dinge wegschmeißen, überlege wir einfach, ob sie vielleicht jemandem Secondhand kaufen möchte.
  • Wenn wir Plastikflaschen zuhause haben, versuchen wie sie wieder zu verwenden.
  • Kaufen wir Produkte, die nachhaltig produziert werden.
  • Verwenden wir kein Plastikgeschirr mehr.
  • Bestellen wir nur mehr bei Lieferservice mit umweltschonender Verpackung.
  • Nehmen wir Essen im eigenen Geschirr mit, anstatt Fertigprodukte zu kaufen.

Körperpflege

  • Kaufen wir mikroplastikfreie Produkte
  • Achten wir auf die Verpackung. Es gibt genug Marken, die plastikfrei verpacken.
  • Ersetzen wir Pflegeprodukte durch Naturprodukte.
  • Verwende Naturseife, statt flüssiger Seife im Spender oder in Plastikverpackte Seife.
  • Verwenden wir Menstruationstassen statt Binden oder Tampons

Mobilität

  • Fahren wir weniger mit dem Auto und statt dessen mit dem Rad, den Öffis oder gehen wir zu Fuß.
  • Bilden wir Fahrgemeinschaften.

Sport

  • Kaufen wir Nahrungsergänzungsmittel aus natürlichen Produkten.
  • Kaufen wir Lauf- oder Trainingsschuhe, die nachhaltig hergestellt werden.
  • Verwenden wir Becher für unsere Shakes, die nicht aus Plastik bestehen.
  • Kaufen wir nachhaltig produzierte Kleidung.

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