So schaffst du es, Sport zu machen, selbst wenn du keine Lust hast

Ich muss gar nicht fragen, ob du dieses Gefühl kennst… Du solltest Sport machen und hast absolut keine Lust, keine Motivation, keine Freude dazu. Ich glaube, dieses Gefühl kennen wir alle. Die wesentliche Frage ist allerdings, wie gehst du mit diesem Gefühl um.

Schließlich gibt es auch Tage an denen wir keine Lust haben zu arbeiten oder Essen zu kochen. Dennoch gehen wir zu Arbeit (zumindest die meisten) und essen auch etwas. Weil wir uns Strategien antrainiert haben, diese Demotivation zu umgehen.

Was die Arbeit betrifft, ist die Strategie meist, darüber hinwegzusehen. Du ignorierst den Schmerz, zur Arbeit fahren zu müssen nach dem Motto „es nutzt nichts“ und tust es einfach. Beim Essen kommt allerdings noch eine andere Komponente hinzu: Wenn du nicht kochen willst, dann gehst du in ein Restaurant oder bestellst etwas zu essen.

Das heißt, du machst etwas, das mehr Spaß macht als selbst zu kochen. Du such eine Strategie, die es dir erleichtert.

Wie kann man das jetzt auf das Training umlegen?

Spaß

Hör in dich hinein und mach das, was dir Spaß macht. Lass vorerst alle Vorhaben, Pläne, etc. weg. Geh auf deine Matte, wenn du ein Indoorworkout machen möchtest oder hinaus, wenn du outdoor trainieren möchtest und starte mit etwas, das dir Spaß macht. Das kann sein, einfach nur herumzuspringen oder ganz einfach auf der Matte zu liegen und etwas zu dehnen. Oder vielleicht eine bestimmte Übung. Ich liebe es zB von Plank in Downwardfacing Dog zu gehen. Ich starte (fast) immer mit dieser Bewegung. Derzeit liebe ich es auch an meinen Klimmzügen zu arbeiten. Die sind immer Teil meines Training, egal, ob mein Schwerpunkt auf Armen oder Beinen liegt. Ich habe es sogar geschafft, dass Burpees mittlerweile zu einer meiner Lieblingsübungen zählt. Weil ich sie immer in eine Kombination packe, die mir Spaß macht. Also finde heraus was dir Spaß macht!

Methoden

Trainiere mit unterschiedlichen Trainingsmethoden. Das heißt manchmal zählst du Wiederholungen, zB machst du eine Übung 15 Wiederholungen, 3 Sätze. Dann machst du wieder einen Zirkel und machst Übungen 45 Sekunden lang mit 20 Sekunden Pause. Bei nächsten Mal machst du vielleicht ein Tabata Workout und beim nächsten Mal kombinierst du Cardioübungen wie zB Jumping Jacks mit Halteübungen wie etwa Plank. Hol dir Tipps, welche Trainingsmethoden, du anwenden kannst und stell dir dein Training dementsprechend zusammen. Wenn du da Unterstützung haben möchtest, melde dich gerne bei mir.

Ersetze Stress durch Spaß

Training ist für deinen Körper immer Stress, denn du erzeugst eine Belastung, die der Körper erst verarbeiten muss, um den Normalzustand wiederherzustellen. Solange du dich nicht verletzt, ist das positiver Stress und total in Ordnung. Wenn du dich allerdings mental gestresst fühlst, wenn du Sport machst, dann ist das ein Zeichen, das du auch dafür Strategien brauchst. Für manche Menschen ist Sport der Weg, wie sie den Kopf frei bekommen. Für andere aber nicht, es ist zusätzliche Belastung. Ich hatte beide Situationen schon einmal. Einmal war ich sehr gestresst, emotional belastet und zornig. Dadurch habe ich irrsinnige Kräfte entwickelt und intensive Steigerungsläufe gemacht. Diese Art des „Entladens“ hat mir richtig gut getan. In einer anderen Situation war ich auch sehr gestresst und belastet, da hat mich schon der Gedanke an ein Workout so niedergeschmettert, dass ich gar nicht erst anfangen konnte. In dieser Zeit habe ich mir selbst nur teilweise die Ruhe gegeben, die brauchte. Hätte ich damals schon Yoga gehabt, hätte ich meine perfekte Strategie gehabt.

Heute mache ich das. Wenn ich gestresst bin oder müde, dann mache ich eine Kombination aus Workout und Yoga oder nur Yoga. Ich höre in mich hinein und mache genau das, das ich brauche. Denn Sport und Training sind für mich kein Programm, das ich einfach runtermache, egal was kommt. Ich möchte es genießen und erleben. Und ich tue alles dafür, dass ich mich großartig fühle, wenn ich fertig bin. Dafür musste ich mich Strategien anlernen, um aus Druck Spaß zu machen.

Routine

Gehe an mindestens sechs von sieben Tagen auf deine Matte oder hinaus, wenn du OutdoorsportlerIn bist. Und zwar ohne viel nachdenken. Nimm dir selbst die Entscheidung darüber ob du es machst oder nicht. Mach es zur Routine. Das heißt nicht, dass du da jeden Tage trainieren musst. Doch mache es dir zur Gewohnheit, dass Sport und Bewegung ein fixer Bestandteil in deinem Alltag ist. An manchen Tagen liegst du vielleicht einfach nur auf deiner Matte und machst Dehnungs- und Mobilisationsübungen. Vielleicht machst du etwas Yin Yoga. Da bleibst du in jeder Dehnungsposition 2-5 Minuten (Hardcore Aufgabe für den Kopf). Wenn du OutdoorsportlerIn bist, dann gehe jeden Tag hinaus. Manchmal vielleicht einfach nur für einen Spaziergang oder ein bisschen Herumhüpfen. In beiden Fällen zieh dir trotzdem dein Trainingsoutfit an, vielleicht überkommt es dich ja und am Ende wird es ein Training.

Heißer Tipp für die kalte Jahreszeit: Wenn du im Winter mit Trainingskleidung hinaus gehst, machst du ziemlich sicher mehr Bewegung, weil es sonst kalt wird. So habe ich mich selbst immer wieder ausgetrickst 🙂

>>>Hier lernst du, wie du eine Routine entwickelst. 

Du magst vielleicht auch