Ein neuer Kreislauf und meine ersten 108 Sonnengrüße

Gestern war Wintersonnenwende auf der nördlichen Halbkugel, das heißt es war der kürzeste Tag im Jahr, der 21.12.2017. Gleichzeitig bedeutet das, dass die Tage ab jetzt wieder länger werden und es wieder mehr Licht geben wird. Es beginnt somit ein neuer Kreislauf.

Ich habe den Tag zum Anlass genommen, um altes hinter mir zu lassen und Platz für neues zu schaffen. Neujahrsvorsätze waren zwar nie ein Thema für mich, denn so etwas habe ich immer mehr als Knebelvertrag von mir für mich gesehen. Vielleicht war es eine Implementierung unserer leistungsgetriebene Gesellschaft, die mir das Gefühl gab, dass ein einmal ausgesprochener Neujahrsvorsatz einzuhalten wäre. Andernfalls sei es eine Art des Versagens. Das neue Jahr mit der Angst des Versagens zu starten, empfand ich als furchtbare Vorstellung. Daher habe ich mich mit Gedanken über das neue Jahr nicht beschäftigt.

Doch seit letztem Jahr habe ich eine Variante gefunden, Dinge, die mir wichtig sind für das kommende Jahr zu manifestieren. Dabei geht es überhaupt nicht um Vorsätze oder Dinge, die ich erreichen will/muss/soll. Nein, es geht vielmehr darum, einerseits das letzte Jahr zu reflektieren. So schreibe ich auf, wie das letzte Jahr für mich war, was ich erlebt habe, wie ich mich gefühlt habe, was sich verändert hat. Dafür nehme ich auch meine persönlichen Notizen vom letzen Jahreswechsel heran und lese mir noch einmal durch, welche Gedanken ich hatte.

Andererseits mache ich  mir Gedanken über das kommende Jahr und mache mir anschließend dazu meine Notizen. Vor allem schreibe ich mir auf, was ich mir wünsche. Ganz bewusst sind da auch ganz unrealistische Dinge dabei. Das ist eine Übung für mich, Träume zuzulassen und von dem Gefühl wegzukommen, dass alles, was man einmal als Gedanke gebildet, artikuliert oder zu Papier gebracht wurde sofort eine Challenge ist, und umgesetzt werden muss. Ich möchte meinen Gedanken damit Tür und Tor öffnen, um frei fließen zu können, ohne Stolpersteine, Ängste oder Zweifel. Ganz ehrlich, das ist wirklich nicht so einfach. Aber es lohnt sich! Schließlich geht um MEINE Träume und Visionen.

Manchmal gibt es auch gleich Pläne dazu, doch die schreibe ich an diesem Tag nicht auf. Denn ich habe ein ganzes Jahr Zeit, die Pläne zu meinen Visionen niederzuschreiben. Das muss wirklich nicht genau zum Zeitpunkt des neuen Lichtkreislaufes oder des neuen Jahres sein.

Meine Erfahrung bei 108 Sonnengrüßen

Mit den 108 Sonnengrüßen habe ich meine Intentionen für den neuen Kreislauf verinnerlicht. Was es mit der Zahl 108 auf sich hat, kannst du hier nachlesen.

Ja, 108 klingt ganz schön viel und das waren sie auch. Nach den ersten zwanzig dachte ich mir: „Okay cool. Eine Neverendingstory.“ Nach 50 war ich etwas erschöpft. Doch dann ging es pro 10 Sonnengrüße immer besser, ich kam wieder zu Kräften und führte alle 108 Sonnengrüße durch. Danach lag ich 15 Minuten in Savasana und genoss.

Doch das ärgste Gefühl kam erst danach. Mein ganzer Körper kribbelte bis lange in die Nacht hinein. Es fühlte sich an, als hätte ich jede Zelle aufgeweckt und gemeinsam machen sie Party. Ich glaube, ich befand mich den ganzen Abend und während des Schlafes in einer Art meditativem Zustand. Es war beeindrucken, anstrengend und belebend zugleich.

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