Faszienrolle: Warum und wie wende ich sie an?

Die einen rollen wie verrückt – manchmal mit schmerzverzerrtem Gesicht, die anderen denken sich wozu das ganze? Die Faszienrolle hat vor einigen Jahren in die Fitnesswelt gefunden und wie bei so vielen Trends stellt sich die Frage: Macht das denn überhaupt Sinn?
Ich finde: Ja und ich gehöre auch zu jenen, die mit scherzverzerrtem Gesicht rollen.

Was macht die Faszienrolle?

Es handelt sich dabei um eine harte Rolle, die es mittlerweile in unterschiedlichen Ausformungen gibt. Durch das Rollen der betroffenen Körperstellen über die Faszienrolle können verklebte Faszien gelöst werden.
Faszien bezeichnet man kurz gesagt die Bindegewebshülle der Muskeln. Diese Faszien verkleben, was besonders im Rücken und Nackenbereich aber auch rund um das Knie zu schmerzen führen kann.

Wie wird die Faszienrolle angewendet?

Du legst die betroffene Stelle auf die Rolle und rollst langsam 10-20 mal darüber. Es soll Druck auf die Körperstelle ausgeübt werden. Dadurch wird die Durchblutung und die Versorgung mit Wasser gefördert.
Das kann durchaus zu Schmerzen führen, doch die gute Nachricht ist:

Bei regelmäßiger Behandlung wird es besser!

Um ein merkbares Ergebnis zu erreichen und die Elastizität des Gewebes tatsächlich zu steigern, ist eine regelmäßige Anwendung notwendig.

Wie gehe ich bei Schmerzen vor?

Die Faszienrolle kann keine anderen Probleme außer verklebter Faszien lösen. Doch selbst wenn es keine Verletzungen gibt, kann die Behandlung mit der Faszienrolle bei den ersten Malen etwas schmerzhaft sein. Allerdings kann man bei der Faszienrolle nicht viel falsch machen, dennoch musst du auf dein eigenes Körpergefühl hören. Es bringt nichts stundenlang herumzurollen, 10-20 mal sind genug, dafür mehrmals pro Woche. Über die schmerzenden Stellen gehst du etwas langsamer drüber. Es ist möglich, dass du die Behandlung auch am nächsten Tag spürst. Das ist ganz normal, denn das Bindegewebe muss sich erst daran gewöhnen.

Welche Körperstellen kann ich mit der Faszienrolle behandeln?

So gut wie jede, die beim Training oder im Alltag muskulär beansprucht wurde. Für manche Stellen brauchst du eventuell den Ball oder die dünne Rolle, um besser hinzukommen. Es macht sogar Sinn, immer wieder unterschiedliche Stellen zu behandeln. Doch bei allen gilt, je regelmäßiger, desto besser.

Wann kann ich die Faszienrolle verwenden?

Du kannst die Faszienrolle vor- oder nach dem Training verwenden. Ich wende sie meist nach dem Training an, weil ich nur selten viele statische Dehnungen nach dem Training mach. Ich behandle meinen Muskeln nach der Belastung mit der Faszienrolle.
Es macht aber auch Sinn die Faszienrolle im Alltag zu verwenden, besonders bei Nacken– und Rückenverspannungen.

Mein Tipp bei Nackenverspannungen:
Behandle mit der Faszienrolle zuerst die Brustmuskulatur bevor du dich direkt auf Nacken und Rücken stürzt. Denn oft hat die Brustmuskulatur eine solche Spannung, dass sie den Schultergürtel nach unten zieht. Diesen Druck zu lösen ist ein befreiendes Gefühl.

Was muss ich beim Kauf beachten?

Zu beachten sind vor allem Größe, Form und Härtegrad. Wenn du gut trainiert bist, brauchst du eine härtere Rolle, als weniger gut trainierte Personen. Die Form hängt davon ab, welche Körperstellen du behandeln möchtest. Ich verwende die schwarze Rolle für Beine, Gesäß und Rücken. Den Ball verwende ich für die Brustmuskulatur, die Arme, den Nacken und die Fußballen.

Zusammenfassung

  • Über die Betroffene Körperstelle 10 – 20 mal rollen
  • Über stark verklebte Stellen langsamer rollen
  • Regelmäßige Behandlung (mehrmals pro Woche)
  • Körperstellen wechseln
  • Bei Nackenverspannungen zuerst Brustmuskulatur lösen

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