Warum mache ich das eigentlich?

Hast du dich das schon mal gefragt? Wahrscheinlich ja! Mir geht genauso. Ich hinterfrage mich und meine Handlungen im Kleinen und im Großen ständig. Manchmal etwas zynisch bis hin zu grantig, manchmal verzweifelt, manchmal reflektierend, manchmal verstört und manchmal einfach, um die große Frage des WARUM zu beantworten.
Ganz typisch im Alltag, wenn ich vollbepackt mit dem ganzen Einkauf die Geröllstraße den Hügel hinauf trete an dessen Ende wir wohnen. Ich schwitze ohne Ende, mein Rucksack ist schwer, Grisu sitzt im Korb, was zusätzliches Gewicht ist und trete gefühlt auf der Stelle. Ja, da frage ich mich dann, WARUM? Warum habe ich nicht weniger eingekauft? Warum schiebe ich das Rad nicht? Warum ist es heute so heiß?!?!?!

Ich kann mich auch noch gut an einen meiner ersten Flüge von Frankfurt nach Costa Rica erinnern. Damals war meine Flugangst gerade ziemlich ausgeprägt und ich war das erste Mal auf einem Langstreckenflug alleine. Da habe ich mich auf gefragt: „Warum kannst du nicht, wie alle anderen auf der Couch sitzen und den Tatort anschauen? Warum musst du 10.000m über dem Atlantik schweben?“
Eine mögliche Antwort habe ich heute zufälligerweise von Robert Gladitz im Interview bei Nina Schnitzenbaumers Podcast „Emotionales Marketing – für Kreative“ gehört, die in etwa so lautet: Lass ich mich von meiner Angst diktieren und dann wird meine Komfortzone immer kleiner weil ich vor allem Angst haben. Oder ich sage, da ist die Angst, lass uns mal durchgehen. Dadurch wird die Komfortzone immer größer und wir können auch entspannter leben.

Durch die Angst durch

Dani, was machst du eigentlich?

Vor kurzem hat mich eine Freundin das bei einem Kaffee gefragt. Ich mache Personaltraining per App antwortete ich wie aus der Pistole geschossen. (Mittlerweile habe ich gelernt, es in einem Satz zu erklären.) Okay, und warum machst du das? Ich überlegte kurz, um es so gut wie möglich auf den Punkt zu bekommen.

Ich möchte Frauen dabei helfen, unkompliziert und stressfrei so trainieren zu können, dass es perfekt in ihren Alltag passt und dass sie dabei bestmöglich professionell betreut sind. Und ich möchte, dass sie Spaß und Freude an der Bewegung finden.

That’s cool, antwortete sie. Aber wie bist du denn darauf gekommen?

Vor fast drei Jahren habe ich begonnen, die ersten Schritte zurück in den Gesundheitssport zu machen und habe Personaltraining angeboten. Ich habe mir dabei einige Kundinnen aufgebaut, fast ausschließlich Frauen.
Alle hatten das ziemlich ähnliche Problem: Ich sollte mich mehr bewegen, ich sollte endlich abnehmen, ich bin so fett, ich kann das nicht anziehen etc. Doch ich weiß nicht wie und wann ich Sport unterbringen soll. Fitnesskurse finden meist statt, wenn ich keine Zeit habe und zwei Stunden für das Fitnesscenter kann ich neben Job, Familie, Haushalt usw. nicht aufbringen. Darunter hat natürlich auch mein eigenes Business ein bisschen gelitten, denn oft konnten sie sich nicht mal fix die zwei Stunden für mich freispielen. Das gibt es ja eh nicht, dachte ich. Alle meine KundInnen sind so gestresst, haben soviel um die Ohren von früh bis spät und nichtmal ein bisschen Zeit, um auf ihre Gesundheit zu schauen und sich zu bewegen.
Die Medien erzählen uns, wie perfekt wir nicht aussehen sollten und dass wir alle Runden sowie Speckröllchen wegbekommen sollten und gleichzeitig hängen 3 Mio. andere Verantwortungen an uns für die ein 24h-Tag oft zu kurz ist.
So habe ich das eine Zeit lang beobachtet.
Dann habe ich allerdings die Entscheidung getroffen, nach Costa Rica zu gehen und da musste ich meine lieben Sporties zurück lassen. Da habe ich eine Möglichkeit gesucht, sie weiterhin zu betreuen, ihr Training zu gestalten und sie zu motivieren, dran zu bleiben.

Daraus sind für mich diese zwei Visionen entstanden:

Ich möchte, dass Frauen jede Woche stolz auf sich selbst sind, gut gelaunt und gesund, weil sie es geschafft haben,Spaß an der Bewegung zu finden und so ihre Sporteinheiten durch ziehen . Warum haben sie es geschafft? Weil ich ihnen flexibles, stressfreies und alltagsadäquates Training mit Betreuung erstellt habe und sie davon profitieren.

So habe ich begonnen Personaltraining per APP anzubieten und meine Kundinnen per Videocalls, Videos, Sprachnotizen etc. zu coachen.
Dann Schritt für Schritt habe ich auch eine facebook Gruppe ins Leben gerufen, wo sich Frauen vernetzen können, ich ihnen weitere Workoutinspirationen und andere Tipps bieten kann, für Fragen zu Verfügung stehe, sie sich gegenseitig motivieren oder auch mal ausraunzen können, kurz gesagt: Ein Ort an dem sie ihre Trainingsgeschichte teilen können.

Und macht dir das Spaß fragte sie mich abschließend?

Ja, antwortete ich ihr! Jedes mal wenn ich an einem Plan bastle, versuche ich mich in den Alltag der Person hineinzuversetzen und das Training so zu gestalten, dass ich und sie sicher sein können, dass sie es durchzieht und richtig stolz auf sich sein wird.
Und es macht mir sehr große Freude, wenn ich anderen Frauen helfen kann ihre Workouts durchzuziehen, ihre Ziele zu erreichen, Spaß daran entwickeln und so richtig stolz auf sich selbst zu sein.

Danke an alle meine Sporties, dass ihr mir Tag für Tag diese Freude macht!
Das ist mein WARUM!

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