Über Träume und Ängste

Es war ein Samstagabend in der Karibik, eine Cocktailbar und vier Frauen. Begonnen hat der Abend ganz „normal“. Was trinkt ihr? Ich weiss nicht, was ich trinken soll? Essen wir etwas?! Teilen wir etwas? Ich mag dein Kleid/deine Ohrringe/coole Haare.

Also recht viel Bla Bla wenn gleich alle diese Fragen im Moment von großer Bedeutung und die Komplimente durchaus nett gemeint waren. Die Cocktails kamen, kurz danach auch das Essen. Man saß, schlürfte Cocktails und genoss den Umstand an der Karibikküste zu leben.

„Was ist dein nächstes Projekt und was ist dabei deine größte Angst?“

Das war der Schlüsselsatz, der diesen Abend besonders werden ließ. Gleich vorweg es dauerte mehrere Stunden bis alle über ihre Träume, Ziele und Ängste sprachen und es war keine Sekunde langweilig.

Ich war den ganzen Abend lang von der Konversation verzaubert. Wann bist du das letzte Mal in einer Gruppe gesessen und hast vor allen über deinen Traum und deine größte Angst dabei gesprochen? Ich habe etwas ähnliches während meines Yogateachertrainings gemacht. Aber das war eben im Rahmen einer Ausbildung und nicht im Rahmen eines Cocktailabends.

Ich liebte jeden Satz, der gefallen ist. An diesem Abend habe ich uns alle neu kennen gelernt. Es wurde mir bewusst, welch inspirierenden, starken Frauen vor mir saßen, die Großes vorhaben – und ich durfte unter ihnen sein. Diese Frauen sind nicht nur stark, weil sie Großes vorhaben. Nein, sondern auch deswegen weil sie den Mut haben zu sagen, wovor sie Angst haben.

Wir stellten uns gegenseitig die unterschiedlichsten Projekte vor. Der Raum, den wir an diesem Abend für unsere Ideen und Projekte schufen, füllte sich mit ganz besonderer Idee. Jede von uns hatte leuchtende Augen, wenn sie von ihrer eigenen Idee erzählte. Egal wie groß die Ängste und Bedenken sind, unsere Augen leuchteten und unsere Herzen schlugen höher. Genauso enthusiastisch waren wir, wenn es um die Frage ging: „Und wie können wir dich dabei unterstützen?“

So unterschiedlich wir Frauen und unsere Träume sind, eines haben wir gemeinsam: Unsere Ängste hemmen uns. Obwohl jede von uns so begeistert von ihrer Idee ist und wir uns auch gegenseitig für unsere Ideen begeisterten, Ängste und Zweifel haben wir alle und sie blockieren uns in unserem Tun.

Auf meinem Weg nachhause habe ich lange über unser Gespräch nachgedacht – und seit dem immer wieder. Ich bin bis jetzt wie elektrisiert von all der positiven Energie und unserem Strahlen.

Gleichzeitig hat mich dieses Gespräch dazu gezwungen immer wieder darüber nachzudenken, was denn mein Traum ist. Warum mein Traum mein Traum ist und warum ich welche Ängste habe.

Egal wie groß unsere Träume sind, wenn wir sie uns von Ängsten stehlen lassen, sind sie nichts als angsterfüllte Seifenblasen, die zerplatzen. Ängste sind nicht einfach auszuschalten und es ist total okay sie zu haben.

Was du brauchst, ist jemand, der dir sagt: „Das ist verrückt, doch großartig. Du wirst das schaffen! Wie kann ich dich dabei unterstützen?“ Und mindestens genauso wichtig ist, dass auch du genau diese Sätze zu jemandem sagst!

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