Mein Arbeitsmodus und Gedanken zum Büroalltag

Kennst du das: du läufst Tag und Nacht im Kreis, arbeitest, machst alles, was geht und trotzdem geht irgendwie nichts weiter. Mühsam oder?!

Ich hatte dieses Gefühl vor kurzem, da dachte ich mir, ich tu‘ und mach‘ und irgendwie trete ich auf der Stelle, nichts geht weiter, nichts entwickelt sich. Ich hatte einen Abend zuhause und freute mich eigentlich darauf, zu lesen, Podcasts zu hören und mich inspirieren zu lassen. Letztendlich war ich total erledigt und fühlte mich erschöpft, weil ich eben dieses Gefühl hatte. Aus meinem Inspirationsabend wurde nichts und ich lag um neun Uhr im Bett komplett erledigt von – nichts eigentlich.

Neuer Tag, neues Glück. Ich setzte mich hin und schrieb zusammen, was ich gerade alles mache, woran ich arbeite, was ich vorbereite, alles. Angefangen von Blogposts, über Trainingspläne, bis hin zu meinem Spanischkurs. Sogar die Onlineyogachallenge, die gerade via Instagram mache, habe ich aufgeschrieben. Also wirklich alles. Und da war es dann schwarz auf weiß:

Ich machte tausend Sachen gleichzeitig. Das war immer schon so, ich kann einfach nicht nur eine Sache machen.

Aber gleichzeitig habe ich dadurch auch gesehen, dass einige Sachen ziemlich gut laufen und ich schon echt weit gekommen bin, während andere Dinge in den Anfängen stecken. Okay so!

Ich habe mir dann daneben noch die Deadlines meiner Projekte zusammen geschrieben und das war super hilfreich. Ich habe zwar so eine Art Projektplanung (wirklich nur so eine Art). Aber aus dem Bauch heraus nochmal alles zusammenzuschreiben, sozusagen eine Wiederholung, das war wie ein Sicherheitsbackup für mich. Natürlich habe ich dann auch wieder mal schwarz auf weiß gesehen, dass es vielleicht etwas viele Dinge auf einmal sind und dass fokussieren ganz groß auf meiner to-do-Liste steht. Aber dennoch war ich zufrieden, dass eigentlich alles gut läuft.

Trotzdem stelle ich mir die Frage, woher diese Angst, dass nichts weiter geht kommt. Ist es noch immer dieses Gefühl, dass man Tag und Nacht arbeiten muss und ja immer beschäftigt sein muss? Mittlerweile beschäftige ich mich so viel mit dem Thema Produktivität, dass ich es eigentlich soviel besser weiß, aber dennoch falle ich ab und zu in das alte Schema zurück und verliere meine Work-Life-Balance.

Für mich persönlich zum Beispiel ist es am besten, wenn ich bei Schreibtischarbeit nach drei bis vier Stunden eine längere Pause mache. Ich werde nach dieser Zeit einfach unkonzentriert, unruhig und kann nicht mehr sitzen. Meist gehe ich dann mit Grisu spazieren, mache ein bisschen Yoga oder ein Workout. Dann geht es wieder weiter und ich bin super produktiv. Das ist natürlich ein Superluxus, den ich mir auch nicht an allen Tagen leisten kann, aber wenn es möglich ist, mache ich es so.

Ich weiß auch, dass viele, die Büro Jobs haben, jetzt denken: „Na das würd ich auch gerne, aber das geht bei mir nicht weil….“. Doch es geht! Es geht vielleicht nicht jeden Tag und man muss Chef und andere KollegInnen davon überzeugen. Aber ich bin der Meinung, dass es Sinn macht, das anzugehen. Ihr verbringt einen großen Teil eures Tages bei der Arbeit. Da macht es doch Sinn, die Arbeitszeit so zu gestalten, dass man möglichst produktiv ist. Ich verstehe bis heute nicht, warum so viele Führungskräfte das nicht verstehen und die Arbeitstage ihrer MitarbeiterInnen nicht dementsprechend verändern.

Es wirkt sich positiv auf das Arbeitsklima und damit auf die Produktivität aus, wenn Arbeitsumgebung und Arbeitszeit viel individueller auf die Bedürfnisse der MitarbeiterInnen abgestimmt wird. Und es lässt sich meist ganz gut vereinbaren in einem Büro, alles eine Frage der Organisation.

Warum sollte denn jemand nicht super früh anfangen können, wenn er oder sie besser arbeitet morgens oder vielleicht früher wieder daheim sein will. Warum sollte jemand denn nicht vier Stunden arbeiten, vier Stunden Pause machen und dann wieder vier Stunden arbeiten solange es Termine, Deadlines und Besprechungen es zulassen? Die heutige Technologie lässt so vieles zu. Anstatt uns von ständiger Erreichbarkeit versklaven zu lassen, sollten wir doch alle Vorteile heraus holen.

Probiert es aus, verändert Dinge, lasst euch inspirieren von funktionierenden Beispielen – focus on the good!

Happy working ihr Lieben!

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