Ich möchte dir Mut machen. Mein Rückblick auf 2018

2018 ist schon wieder fast vorbei – Wahnsinn, oder? Wo ist das Jahr hin? Wenn ich so kurz darüber nachdenken, habe ich das Gefühl, dass das Jahr verflogen ist, ohne dass viel passiert ist. Dabei ist soviel passiert.

Ich liebe Weihnachten! Es ist für mich ein schöner Zeitpunkt für Bewusstsein. Ich nutze die Zeit, um auf das Jahr zurück zuschauen, um bewusst zu sehen, dass nicht einfach nur die Zeit verflogen ist, sondern dass ich unzählige schöne und besondere Momente erleben durfte. Es ist auch eine Zeit der Dankbarkeit.

Vielleicht ist es das, was Weihnachten für mich so besonders macht. Dass ich mir die Zeit nehmen, ganz bewusst das Jahr noch einmal zu erleben und dankbar zu sein für all das.

Vor kurzem habe ich in dem Podcast von Laura Malina Seiler eine schöne Inspiration gehört für diesen Prozess. Sie empfiehlt sich hinzusetzen und aufzuschreiben, was man Monat für Monat erlebt hat, was man geschafft hat, was gut lief, was aufregend war, was man gelernt hat und auch genauso, was nicht so gut lief.

Das finde ich eine sehr schöne Methode, die ich auch gerade ausprobiere. Es dauert ein paar Tage, denn es ist soviel passiert im letzten Jahr, dass ich das nicht einfach an einem Abend runter schreiben kann.

Es ist auch ein sehr intensiver, persönlicher Akt, der Kraft kostet. Doch es ist auch reinigender Prozess.

Wenn du mir schon länger folgst, hast du wahrscheinlich mitbekommen, dass ich dieses Jahr in Costa Rica verbracht habe. Das war eine riesen große Veränderung. Es war sicher eines der spannendsten und lehrreichsten Dinge, die ich je gemacht habe. Ich möchte jetzt nicht Monat für Monat durchgehen, doch einiges meines Rückblicks möchte ich mit euch teilen.

Meine Learnings 2018

Ohne Zweifel bin ich dieses Jahr durch noch nie erlebte Höhen und Tiefen gegangen. Ich kann mich an kein Lebensjahr erinnern in dem ich soviel geweint habe. Tränen der Freude und des Glücks genauso wie Tränen der Verzweiflung und Erschöpfung. Ich habe Emotionen soviel tiefer gespürt als jemals zuvor und ich habe mir selbst erlaubt, diese Emotionen auszuleben.

Nicht nur einmal bin ich morgens nach meinem Lauf oder Spaziergang am Strand ins Meer gegangen und habe einfach nur geweint, weil der Moment so besonders war und ich so dankbar dafür war. Nicht nur einmal bin ich abends am Strand gesessen, habe mir den Sonnenuntergang angeschaut und habe geweint. Warum? Weil ich Sonnenuntergänge liebe. Der Himmel ist so farbenreich und friedlich wie zu keinem anderen Zeitpunkt am Tag, bevor sich dann die Dunkelheit über uns legt.

Es passiert mir immer wieder, dass ich verschwitzt und müde unter Tags nachhause komme, mich einfach ins Bett lege und heule vor Erschöpfung. Es ist zu heiß, alles dauert zu lange hier, du wartest ewig, ich habe zu wenig getrunken, zittere deswegen nach dem ich mit meinem Rad den Hügel raufgefahren bin und bin super genervt. Egal wo ich hin gehe, es ist heiß, nichtmal das kalte Wasser in der Dusche ist kalt. Ich will einfach nur im Bett liegen bleiben, doch selbst da ist es heißt und ich muss sowieso arbeiten.

Doch ich habe gelernt, dass das dazugehört. Emotionen sind Teil des Lebens, auch ich darf sie haben. Ich habe gelernt, dass mich schwache Momente stärker machen. Ich brauche sie, um zu wachsen.

Ich durfte ich über so viele alltäglichen, kleinen Dinge des Lebens freuen und ich durfte Dankbarkeit lernen. Das ist ein Geschenk!

Vergebung

Ich habe auch gelernt, mir selbst zu vergeben sowie andere um Vergebung zu bitten. Du denkst jetzt vielleicht, das klingt ziemlich esoterisch. Vielleicht, keine Ahnung. Für mich war es eine sehr schöne und lehrreiche Erkenntnis. Auch gar nicht einfach. Um Vergebung zu bitten ist nicht so einfach, für mich zumindest. Doch habe ich es erst mal gemacht, fühlte ich mich soviel leichter. Ich habe bemerkt, dass Dinge, die mich schon seit langem irgendwie getriggert haben, plötzlich fort waren und ich mich wie befreit fühlte. Was ich noch nicht so gut hinbekomme, ist anderen zu vergeben. Doch das geht dann vielleicht 2019 🙂

Du kannst alles schaffen

Im letzten Jahr habe ich unglaublich viele Menschen und ihre Geschichten kennen gelernt. Eine Geschichte spannender als die andere. Und ich habe meine Geschichte unzählige Male erzählt. Bei jedem Mal wurde mir mehr und mehr bewusst, dass du, ich, wir alles schaffen können, was wir schaffen wollen. Und damit meine ich wirklich alles.

Was wir dafür tun müssen, ist, unseren Traum in unserem Unterbewusstsein zu manifestieren. Dafür musst du natürlich sehr ehrlich zu dir selbst sein und dir eingestehen, was du dir wirklich, wirklich wünscht. Hast du das einmal gemacht, dann kannst du beginnen die Leidenschaft dafür zu entfachen.

Mein wichtiges Learning dabei war, Erwartungen und Bewertungen von anderen auszuschalten. Bei meinen Träumen geht es nur um mich. Es geht nicht darum , was sich andere denken, was sie erwarten oder über mich sagen. Es geht nur um meinen eigenen inneren Prozess, um den eigenen kleinen Fight, sich einzugestehen, was man wirklich möchte.

Hast du das einmal gemacht, ist es egal, ob du Tag für Tag etwas bewusst in Richtung deines Traums machst. Du gehst sowieso unbewusst in die Richtung. Vielleicht gibt es Enttäuschungen auf dem Weg, vielleicht gibt es ungeahnte Höhen. Vielleicht gibt es andere, die ihren Traum schneller erreichen oder so tun als ob. Egal. Bleib dir und deinem Traum treu! Und es wird genau so kommen. Ist dieser Gedanke nicht schön, beruhigend und friedlich?

Vielleicht bist du dir deiner eigenen Kraft nicht bewusst, aber wenn du ganz tief in dich hinein hörst, dann ist da eine Stimme, die dir sagt:

Du kannst das schaffen! Vertrau mir!

Ich wünsche dir eine wunderschöne und ruhige Zeit rund um die Feiertage! Genieße die Zeit, lass dich nicht unter Druck setzen von Erwartungen! Lass es einfach eine schöne Zeit für dich sein und teile das mit anderen. Vielleicht hast du Zeit und Freude über das letzte Jahr nachzudenken und zu sehen, wie großartig du bist!

Für uns findet Weihnachten heuer ohne Baum und ohne Packerl darunter statt. Es gibt auch keinen Tisch, der sich unter all dem Essen biegt. Wir kochen etwas zuhause, packen das in unsere Metallboxen, schnappen uns Decken und Wein und treffen uns mit Freunden am Strand, um ein Weihnachtsfeuer zu machen.

Wir werden den Wein dort wohl aus der Flasche trinken (oder aus dem Tetrapak…ich hoffe, mein Papa liest das jetzt nicht), damit wir nicht soviel am Rad mitnehmen müssen. Noch dazu brauchen wir mindestens einen Liter Moskitospray, weil die Sandfliegen nachts am Strand unerträglich sind. Unsere Kleidung wird vom Feuer stinken und wir werden überall voll mit Sand sein.

Doch wir freuen uns wie wahnsinnig drauf und wir werden eine wunderschöne Zeit haben!

Meine wahren Geschenke kommen dann einige Tage danach und darauf freue ich mich mehr, als ich mich jemals über ein Packerl gefreut habe.

Frohe Weihnachten!

 

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