Wohlbefinden braucht Bewusstsein: 5 Techniken

Der Titel klingt etwas kryptisch, ich weiß. Er drückt jedoch am besten aus, was ich sagen möchte. Ein Erklärungsversuch.

Wohlbefinden hat für mich verschiedene Facetten. Zum Beispiel körperliches Wohlbefinden: Fühle ich mich wohl in meinem Körper bzw. mit dem Outfit, das ich heute trage? Oder mentales Wohlbefinden: Bin ich im negativen Sinn gestresst? Fühle ich mich unter Druck gesetzt oder überfordert? Örtliches Wohlbefinden: Fühle ich mich wohl in meiner Wohnung, an meinem Arbeitsplatz, an meinem Trainingsplatz, etc.?

Das sind so Beispiele. Es gibt Menschen, die sind sehr sensibel und feinfühlig. Die wissen genau, wie es sich anfühlt, wenn sie sich in einer Situation oder in einem Raum unwohl fühlen. Sie spüren die Blockade und suchen nach Möglichkeiten dies zu ändern. Es gibt Menschen, die steigen da eher drüber und versuchen mit den vorherrschenden Rahmenbedingungen zu Recht zu kommen. Ich glaube, dass beide Reaktionen bewusst und unbewusst erfolgen (können). Allerdings stellt sich die Frage der Auswirkungen.

Sensibilität für Wohlbefinden hat einen Feind

Warum mir dieses Thema wichtig ist? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Wohlbefinden einen Feind hat: die Gewohnheit. Wenn Tag ein Tag aus alles gleich ist, wird der Blick auf Wohlbefinden etwas getrübt. Ich habe in verschiedener Hinsicht die Erfahrung gemacht, dass man das Bewusstsein für Unwohlsein etwas verliert, weil man sich an dieses latent vorherrschende Gefühl gewöhnt hat.

Ein Beispiel: Du möchtest Sonntag Nachmittag ein Buch lesen. Doch es funktioniert nicht, du findest keine Ruhe dafür. Die Frage ist, warum? Welches Gefühl verhindert, dass du dem nach gehen kannst, was du gerne machen möchtest? Liegt es an einer innerlichen Blockade die Ruhe zu finden oder hast du in deiner Wohnung vielleicht nicht den geeigneten Ort?

Ich persönlich steige oft über das Gefühl des Unwohlseins drüber und nehme mir nicht die Zeit, herauszufinden was mich gerade stört. Wenn ich jedoch versuche, Ruhe zu finden für zum Beispiel Kreativität, merke ich sehr schnell, ob ich mich wohlfühle oder nicht.

Das Bewusstsein für Wohlbefinden (wieder) zu bekommen braucht eine Portion Selbstreflexion und Übung. Ich habe einige Techniken für mich entwickelt, die ich übe, wann immer es mir möglich ist. Der Alltag ist dafür quasi perfekt.

  • Jedes Mal wenn ich in unser Wohnzimmer komme, versuche ich drei Dinge zu finden, die mir gefallen. Gleichzeitig versuche ich wahrzunehmen, ob etwas störend ist.

Zum Beispiel: Jetzt gerade nehme ich das Geräusch des Kühlschrankes ziemlich laut und störend wahr. Ich nehme mir daher meine Kopfhörer und drehe Yoga Musik auf, denn ich kann ihn schließlich nicht abstecken. (Dann wäre es allerdings herauszufinden, was mich stört, nämlich der Geruch von kaputten Lebensmittel. ;))

  • Bevor ich mich an den Tisch setze um zu arbeiten, zünde ich natürliches Räucherwerk an, um den Ort etwas zu neutralisieren.
  • Wenn ich arbeite, stehe ich alle 50 Minuten auf und mache 10 Minuten etwas ganz anderes. Ich gehe ein paar Schritte, ich mache den Abwasch, ich unterhalte mich mit jemandem, etc. Dadurch erholt und verbessert sich meine Konzentration.
  • Ich versuche immer Musik entsprechend meiner Stimmung zu spielen, dafür muss ich erst mal in mich rein hören, wie ich gerade fühle.
  • Wenn ich nichts weiter bekomme, weil tausend Sachen in meinem Kopf sind, setzte ich mich zuerst hin, atme 10mal tief durch und meditiere dann für einige Minuten. Anschließend mache ich mir eine Liste mit den 3 wichtigsten Dinge. Alles andere fällt unter den Tisch (weil es eigentlich gar nicht so wichtig ist) oder kommt auf die nächste Liste mit den drei wichtigsten Dingen.

Es gibt viele Techniken, um sich in seinem persönlichen Raum, ob der physisch oder mental ist, wohler zu fühlen. Der erste Schritt dafür ist, ehrlich zu sich selbst zu sein, was denn im Moment gerade nicht passt. Dann lächeln, dann ändern.

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