Langstreckenflug mit Hund

Der heutige Blogbeitrag fällt ein bisschen aus den üblichen Themen, doch es gab so viele Fragen dazu, dass ich diese hier beantworten möchte.

Zu den Fakten:
Wir sind von Wien nach San José, Costa Rica geflogen. Der erste Flug war 2h20 von Wien nach Paris, 2h30 Aufenthalt in Paris, Anschluss Flug Paris – San José 11h20
Gesamtreisezeit: 16h10
Grisu ist ein Havaneser und sieben Jahre alt. Er wiegt ca. 7 kg und durfte daher in der Kabine sein.
Ich weiß, es hört sich schlimm an, aber gleich vorweg, es war nicht so tragisch für ihn, wie es auf den ersten Blick scheint. Ich war zwar ziemlich nervös, denn ich wusste ja nicht, wie es ihm gehen würde. Aber er war einfach nur SUPER!  <3

Warum habe ich ihn mit genommen nach Costa Rica?
Ich fliege nicht nur auf Urlaub, sondern werde längere Zeit da sein. Für zwei oder drei Wochen Aufenthalt hätte ich ihm diese Strapazen nicht zugemutet.

Wie haben wir uns vorbereitet?
Er bekam eine Woche lang ein ganz leichtes Beruhigungsmittel, täglich 1x1ml.

In welcher Transportbox wurde er transportiert?

Transportiert wurde er in einer Softbox, die den vorgegebenen Maßen der Airline entsprach. Diese Box ist eigentlich ein Rucksack für Hunde. Ich trage meinen Hund eigentlich nicht im Rucksack, aber gerade beim Umsteigen und in allen hektischen Situationen war es super angenehm für ihn im Rucksack zu stehen und Überblick zu haben.

 

Wie oft war er davor/dazwischen/danach Gassi?
Er war kurz vor dem Abflug in Wien nochmal Gassi und in Paris musst er auf den Fußboden pinkeln, es gab einfach keine andere Möglichkeit. Ganz Recht war ihm das nicht, aber es hat es getan und ich habe alles weg gewischt. Als wir in San José angekommen ist, ließ ich ihn nochmal im Flughafen pinkeln. Es ging nicht anders, wir waren schon lange unterwegs. Das Flughafenpersonal war aber sehr verständnisvoll. Dann gingen wir gleich in einen Park nahe dem Flughafen.
Eine Dame bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen Wien hat mir erzählt, dass es demnächst auch Hundezonen auf den Flughäfen geben soll. In den USA gibt es das mittlerweile.

Wie oft hat er gefressen/getrunken?
Ich habe ihm am Tag des Abfluges kein Futter gegeben. Allerdings hatte ich Leckerlies dabei, die er zwischen durch bekam. Im Hotel in San José bekam er dann wieder Futter. Ich hatte eine faltbare Schüssel dabei, da habe ich ihm regelmäßig Wasser gegeben.

 

War er sehr nervös?
Er war immer dann nervös, wenn er merkte, dass ich nervös war. Aber während des Fluges war er total super! Er ist in seiner Box gelegen und hat meistens geschlafen. Grisu mag fliegen eindeutig lieber als Autofahren.

Musste er während des Fluges in der Box bleiben?
Beim ersten Flug wurde mir gleich beim Einsteigen gesagt, dass er keinesfalls aus der Box raus darf und die Box auch geschlossen bleiben muss. Daran haben wir uns auch gehalten, bis auf einen kleinen Spalt. Da habe ich meinen Fuß hinein gestellt zu ihm. Beim Langstreckenflug war das Personal weniger streng.

Zusammengefasst: Der Flug war sicher ein Strapaze für ihn, wie er für uns Menschen auch ist. Aber es war für ihn weniger mühsam, als jede Auto- oder Busfahrt, weil er das ganz einfach gar nicht mag. Das ist zu viel Bewegung für ihn. Wie gesagt, für eine kurze Fernreise würde ich ihm das nicht antun, aber kurze Flüge oder eben ein sehr langer Aufenthalt sind für Grisu meiner Meinung nach okay.
Wenn ihr weitere Fragen habt, schreibt mir gerne.

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