Training mit Trainingsplan – ja oder nein?

Wie bleibe ich kontinuierlich an meinem Training dran? Brauche ich einen Trainingsplan? Was kann der? Warum soll ich dafür bezahlen? Wie schnell sehe ich einen Fortschritt?

Solche und ähnliche Fragen bekomme ich regelmäßig gestellt. Ganz generell gilt die wenig befriedigende Antwort: Es kommt darauf an. 🙂 Das einzige was fix ist, ist, dass dein Fortschritt zu einem Großteil von dir selbst und der für dich passenden Trainingsmethode abhängt.

Wenn du nicht weißt, ob du dich für oder gegen einen Trainingsplan entscheiden sollst, lies dir die folgenden Zeilen durch und beantworte die unten stehenden Fragen für dich selbst. Das kann dir bei deiner Entscheidung helfen.

Pro Trainingsplan – konkretes Ziel

Wenn du ein konkretes Ziel hast, das du erreichen möchtest, ein Wettkampf oder ähnliches bevorsteht, dann macht ein Trainingsplan absolut Sinn und ist sogar notwendig. Du kannst die Trainingsintensität gut einstellen und planen. Vor allem kannst du immer wieder überprüfen, wo du gerade stehst bzw. wie realistisch die Erreichung deines Ziels ist. Bei der Überprüfung kannst du einfache Methoden, wie Zeitmessungen, Herzfrequenz, Gewicht und ähnlichen Faktoren heranziehen oder du arbeitest mit einem Trainer oder einer Trainerin in der Leistungsdiagnostik zusammen. 

Pro Trainingsplan – Kein Plan von Training

Wenn du bereits Trainingserfahrung hast und dir die Idee fehlt, wie du das Training zusammenstellst bzw. wie du es weiterentwickeln kannst , dann ist ein Trainingsplan super geeignet. Er ist sozusagen die rote Schnur in deinem Training, auch wenn es jetzt kein konkretes Ziel gibt. Der Plan wird individuell auf deine Wünsche zurecht geschnitzt. 

Pro Trainingsplan – Aufbau nach Verletzung, Pause, etc.

Wenn du pausieren musstest und nun wieder aufbauen möchtest, ist ein Trainingsplan absolut zu empfehlen. Somit kannst du auch sicher sein, dass du dich zu Beginn nicht übernimmst, sondern schonend step by step startest und adäquat steigerst. Vor allem geht es darum, die richtigen Muskelgruppen wieder aufzubauen ohne den Rest des Körpers zu vernachlässigen. 

Pro Trainingsplan – Ordnung ins Chaos bringen

Wenn du ein bisschen Unterstützung dabei brauchst, ein Ordnung ins Chaos des Lebens zu bringen, dann kann ein Trainingsplan sehr sinnvoll, um ein bisschen Struktur im Alltag zu schaffen. Mir persönlich hat der Trainingsplan sehr gut zur Gestaltung meines Tagesablaufes geholfen, besonders auf Reisen, in einer neuen Umgebung und neuen Bedingungen. Gleichzeitig konnte ich in chaotischen, stressigen Zeiten sicher sein, dass ich nicht auf das Training vergesse, weil es fix eingeplant war.

Pro Trainingsplan für mehr Disziplin

Wenn du dir hart tust, dran zu bleiben, dann macht ein Trainingsplan auch Sinn. Fall sich das Training bei dir nie ausgeht, weil es immer etwas gibt, das dazwischen kommt, dann her mit dem Plan. Den kann man nämlich bis auf die  Minute so gestalten, dass ganz klar ist, wann du was trainierst. Und glaub‘ mir, alles was dazwischen kommen kann, lässt sich vorher und nachher genauso gut erledigen. 🙂

Kontra Trainingsplan – Stressless trainieren

Wenn du keinen Leistungs- oder Erwartungsdruck erfüllen möchtest, sondern es dir einfach um Bewegung und Spaß geht, dann macht ein Trainingsplan keinen Sinn. Genieße das Training und die Freiheit, zu machen worauf du gerade Lust hast und was dir Spaß macht. Das ist großartig!

Kontra Trainingsplan – AbsoluteR AnfängerIn

Du startest gerade erst mit dem Training und hast vorher nicht wirklich Sport betrieben? Dann würde ich die erste Zeit mit einem Trainer oder einer Trainerin trainieren, damit du Bewegungen und Technik erlernst. Wenn du die Basics erlernt hast, kannst du mit deinem Trainingsplan durchstarten.

Kontra Trainigsplan – Plan = Stress

Für manche bedeutet ein Plan sofort Druck und Stress. Je mehr Dokumentation und Evaluierung geplant ist, desto tiefer sinkt die Motivation. Am besten ist es, den Plan kübeln oder erst gar nicht erstellen lassen, Sport und Bewegung ohne große Pläne in vollen Zügen genießen.

Je nachdem, was auf dich zutrifft, probier‘ einfach aus, womit du dich wohl fühlst und folge deiner Intuition.

Mit Trainingsplan oder ohne – diese Fragen können dir helfen

  • Bin ich Anfängerin oder habe ich bereits Trainingserfahrung?

  • Habe ich ein Ziel? Wenn ja, welches?

  • Ist meine Erwartung, dass ich meine Leistung steigere?

  • Geht es mir vorwiegend darum, mich zu bewegen und dabei Spaß zu haben?

  • Möchte ich mich total auspowern?

  • Passt das Training in meinen Tagesablauf?

  • Habe ich Defizite, die ich ausgleichen möchte?

  • Bin ich diszipliniert?

  • Weiß ich, wie ein für mich passendes Training aufgebaut wird?

  • Machen wir Vorgaben Druck?

  • Stresst es mich, das Training unterbringen zu müssen?

     

    Hast du weitere Fragen zum Training mit Trainingsplan oder Interesse an einem Trainingsplan für dich, schreib‘ mir auf hier.

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