Schon mal Sitzstunden dokumentiert?

Sitzen ist das neue Rauchen“. Unter diesem Titel wurden zahlreiche Artikel verfasst und Studienergebnisse bekannt gegeben, die darüber berichten, wie ungesund die täglichen ewig langen Sitzstunden für uns sind. Diese Lebensweise verkürzt laut Studien unsere Lebenserwartung. Haltungsschäden, Probleme und Schmerzen des Bewegungsapparates, Herzkreislauferkankungen, Diabetes, Verdauungsstörungen sind nur einige Folgewirkungen. Selbst wenn man regelmäßig Sport macht, heißt das noch lange nicht, dass man genug Bewegung macht. Denn was sind 2-3 Stunden Sport pro Woche zu unzähligen Stunden sitzen.

Sitzstunden Doku

Du glaubst es nicht? Hast du schon mal deine Sitzstunden an einem durchschnittlichen Arbeitstag dokumentiert? Das Ergebnis wird gelinde gesagt ‚interessant‘ sein. Es ist uns oft gar nicht mehr bewusst, wieviel wir sitzen und dass wir selbst dann sitzen, wenn wir die Möglichkeit hätten, uns zu bewegen.

Immer wieder versuchen öffentliche Institutionen, Versicherungen, Lebensmittelketten und andere mit verschiedenen Kampagnen die Bevölkerung zu mehr Bewegung zu motivieren – teilweise mit Erfolg. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat sogar ein Programm für 2016 – 2025 dafür erstellt. Dennoch sitzen wir zuviel. Das hat auch mit der hohen Dynamik zu tun, der unser Alltag unterliegt. Da hat man keine Zeit, dass man eine UBahn Station zu Fuß geht, oder einen Weg per Rad zurücklegt anstatt mit dem Auto. Was? Einen Parkplatz weiter weg suchen, damit man ein bisschen geht – dafür ist keine Zeit. Und so versitzen wir unsere Tage.

Ganz stimmt das nicht, wir sitzen nicht den gesamten Tag. Da sprechen die Zahlen der TeilnehmerInnen, die täglich Fitnesskurse besuchen, dagegen. Denn man findet ziemlich viele Menschen in Fitnesscenter, bei verschiedenen Kursangeboten, Laufgruppen etc. Das ist erfreulich und auch nicht. Denn leider öffnete sich damit ein neuer Gap: Menschen sitzen den ganzen Tag, trainieren dann zwei Stunden bis zur Verausgabung, um sich danach wieder hinzusetzen. Manchmal ist das sogar die Ausrede, um jetzt nicht auch noch mit dem Rad zu fahren, oder zu Fuß wohin zugehen. Schließlich hat man beim Functionaltraining heute eh schon den ganzen Körper trainiert.

Langfristig gesehen, beweg‘ dich so oft du kannst

Man kann es drehen und wenden wie man will, wenn man gesund bleiben will, muss man sich bewegen und zwar für immer und überall. Regelmäßig Sport zu betreiben ist natürlich eine hervorragende Basis. Aber mindestens genauso wichtig ist, das tägliche Bewusstsein zu entwickeln, sich heute so oft wie möglich zu bewegen. Nicht, weil man jetzt endlich gertenschlank sein will oder endlich mit dem abnehmen beginnen will. Nein, weil man sich langfristig wohlfühlen möchte und seine Gesundheit fördern möchte.

Bewusstsein zur Bewegung entwickeln

Es geht darum, die Liebe zur Bewegung zu entdecken. Dabei spreche ich nicht vom Training bis zum Umfallen. Ich spreche davon, sich jedesmal für die Bewegung zu entscheiden, wenn man die Möglichkeit hat. Und ganz ehrlich, diese Möglichkeit bietet sich ständig.

  • Kaffeepause sitzend oder stehend/gehend
  • Auto oder Rad
  • Ubahn oder Beine
  • Telefonieren im Sitzen oder Stehen/Gehen (by the way wir haben alle Handys :))
  • Geschirr abwaschen oder Geschirrspüler sitzend abwarten
  • Gartensprenger aufstellen oder selbst gießen
  • etc.

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