Sightjogging durch die Heimatstadt

 

Ich nutze meine Mittagspause regelmäßig, um ein paar Kilometer durch die Stadt zu laufen. Das ist für mich ein ganz besonderes Gefühl und eine riesige Bereicherung, egal ob „zuhause“ in Wien oder in einer fremden Stadt.

Die Stadt neu entdecken

Beim Laufen in der Stadt konzentriere ich mich immer sehr darauf, was ich sehe: Gebäude, Sehenswürdigkeiten, Tafeln, Straßennamen, Menschen, Parks und vieles mehr. Ich gewinne dabei so viele verschiedene Eindrücke, denn vieles ist mir vorher beim Vorbeifahren noch nie aufgefallen. Manchmal passiert es, dass ich das mir so bekannte Wien völlig neu entdecke. Dann bleibe ich natürlich immer wiedereinmal stehen und mache Fotos.

Zeit und Raum verfliegen

Dadurch vergehen Zeit und Kilometer auch sehr schnell. Mein Kopf ist abgelenkt und konzentriert sich auf alles, nur nicht auf die bereits absolvierte Strecke. Auch das tut manchmal gut und bringt mich ein Stück weit aus dem Alltag. Auch wenn ein Lauf durch die Stadt einiges an Konzentration abverlangt, da es viele Hindernisse gibt, auf die man achten muss, fühlt es sich für mich befreiend an.

Sollte man nicht machen wenn…

Ungeeignet ist diese Art des Laufens daher für jegliche Wettkampfvorbereitung. Wenn man genau nach Zeit oder Tempo (bzw. Tempowechsel) trainiert, eignet sich eine Strecke auf der man auf Auto- und Radverkehr, Öffis, Fiaker und Menschen trifft, nicht sehr gut. Man kann sich dabei auch wenig auf die eigene Leistung konzentrieren, dafür gibt es zuviele Ablenkungen und man wird immer wieder aus dem Rhythmus gebracht.

Der Prater ist perfekt für Einsteiger

Auch für absolute Einsteiger finde ich diese Art des Laufens nicht passend. Wenn man mit dem Laufen beginnt, ist man wie bei allen Sportarten, sehr mit sich selbst beschäftigt und das ist auch gut so. Es dauert eine Zeit, bis man die Bewegungsabläufe im Griff hat: Was machen meine Arme und Beine, wie weit rotiert mein Oberkörper, wie trete ich auf uvm. Dann kommt auch noch die Atmung dazu, die erst ihren Rhythmus finden muss. Viele laufen von Anfang an mit Pulsuhr, die immer wieder dazu verleitet, darauf zuschauen und zudrücken.

Zusammengefasst gibt es einfach sehr viele Dinge, die sich erst einspielen müssen. Da muss man sich nicht dazu noch in den Großstadttrubel schmeißen. Für Wien empfehle ich: Erstmal gemütlich durch die Praterhauptallee laufen (dort gibt es übrigens auch genaue Beschilderungen) und erst später den Ring bezwingen.

Viel Spaß beim Laufen!

Du magst vielleicht auch

Kommentar verfassen