Warum es ohne Yoga für mich nicht mehr geht

Meine Yogaerfahrung bevor ich am Yoga Teacher Training in Costa Rica teilgenommen habe, war ziemlich bescheiden. Ich habe einige Male Bikramyoga ausprobiert, habe anhand von Youtube Videos ein bisschen praktiziert und ca. sechs Wochen vor meinem Abflug begonnen zumindest einmal die Woche in eine Yogaklasse zu gehen. Das war’s.

Ich war schon als Kind nicht besonders beweglich, obwohl ich Kunstturnerin war und aufgrund mangelnden Mobilitätstraining hat sich das mit den Jahren nicht verbessert.

So habe ich mich als ziemlicher Yoganeuling mit meiner Reiseyogamatte im Gepäck den Sprung ins kalte Wasser gewagt. Dadurch hatte ich so gut wie keine Erwartungen an die Ausbildung und ziemlich offen in die ganze Sache gestartet. Typisch österreichische: Schau ma mal 🙂

Doch seit dem Beginn meiner Ausbildung gab es nur sehr wenige Tage, an denen ich kein Yoga, Atemübungen oder Meditation gemacht habe und ich kann es mir auch nicht mehr ohne vorstellen. Warum? Weil ich mich danach, egal in welcher Intensität ich es mache, wie ein neuer Mensch fühle. Dieses geile Gefühl ist schwer zu beschreiben, aber aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken.

Spüren was heute geht

Beim Yoga gilt für mich dasselbe, wie bei allen meinen Trainingseinheiten. Es gibt Tage, da geht alles super und reibungslos und dann gibt es Tage, da haut es nicht so hin. Das wichtigste ist, dass ich mir selbst ins (innere) Auge sehe und spüre, was heute geht und was nicht. Dabei lernt man auch den Unterschied kennen, wann es nur ein bisschen Motivation braucht und wann man am besten gleich das Trainingsprogramm ändert bzw. anpasst.

Egal welches Programm ich vor mir habe, ich beginne immer mit meiner eigenen Opening Sequenz und einigen Sonnengrüßen.

 

Wenn alles richtig gut geht, mache ich meinen gesamten Vinyasaflow inklusive Atemübungen und Meditation. Danach bin ich immer ein neuer Mensch. Meine Muskeln und Gelenke fühlen sich geschmeidig und angenehm an. Meine Energie fließt, ich bin voller Lebensfreude und Motivation. Meine Gedankenströme sind ruhig und die einzelnen Gedanken klar. Wenn ich noch Zeit habe, übe ich anschließend einige Posen, wie etwa Kopf- und Handstand, die Krähe, die Brücke, etc.

Ich fühl‘ mich so grandios nach so einer Session, Wahnsinn!

Immer öfter hänge ich eine kleine Yogasequenz an mein Workout an. Da mache ich dann nicht den gesamten Vinyasaflow, sondern konzentriere mich auf Körperregionen, die durch das Workout beansprucht wurden.

Sanfter Ablauf für unrunde Tage

Natürlich gibt es auch Tage an denen nichts rund läuft und ich mich nicht total wohl fühle. Früher hätte ich mich zu einem intensiven Workout, einem Lauf oder sonst etwas gezwungen Heute mache ich das nicht mehr. Ich nehme viel mehr Rücksicht auf meinen Körper, aber auch auf mein mentales Wohlbefinden. Das heißt ich mache nur langsame, sanfte Bewegungen, baue immer wieder Atemübungen dazwischen ein und schließe mit Meditation und Entspannung.

Solche Einheiten geben mir an unrunden Tagen mehr Kraft und Energie, als ein Lauf oder ein Workout.

Meine Energiequelle

Das ist der Grund, warum ich mir keinen Tag ohne Yoga und/oder Meditation vorstellen kann. Es ist meine Energiequelle geworden, die mir nicht einfach nur Energie für den Alltag gibt. Yoga gibt mir ein Gefühl der Sicherheit, Sinnlichkeit und Lebensfreude – das macht es für ich so schön unerlässlich.

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