Wie läuft Personaltraining eigentlich ab?

Das ist die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird. Meine Antwort darauf ist: „Das hängt ganz von dir ab.“ Ich weiß, das klingt im ersten Moment wenig hilfreich, aber so ist es. Meine ausführliche Erklärung folgt 🙂

Schritt 1: Reden, reden, reden

Jedes Personaltraining fängt mit einem Gespräch an, bei dem ich sehr viele Fragen stelle. In erster Linie interessiert mich natürlich, was das Ziel meiner künftigen Kundin/meines künftgen Kunden ist. Die meisten wissen das nicht, sie wollen einfach etwas tun. Wir kommen am Ende meiner vielen Fragen darauf zurück.
Besonders wichtig zu wissen ist für mich, welche Art des Sports sie machen wollen (Kraft, Ausdauer, Indoor, Outdoor etc.) und was sie bisher gemacht haben. Auch wieviel Zeit sie investieren wollen, ist ein wichtiger Faktor für mich. Wenn ich alle meine Infos zur bisherigen Sportkarriere und dem Gesundheitszustand habe, beginnen wir gemeinsam, ein Ziel zu erarbeiten.
Wenn alles klar ist, geht’s für mich an die Arbeit.

Schritt 2: Trainingsplan

Auf Basis aller Informationen, Wünsche und Anregungen meiner Kundin/meines Kunden erstelle ich einen individuellen Trainingsplan. Ich nehme dabei auf alle Gegebenheit Rücksicht, die wir beim Erstgespräch besprochen wurden.

Schritt 3: Checktraining

Nun kommt es darauf an, ob die Kundin/der Kunde mit dem Trainingsplan selbstständig trainiert oder jede Trainingseinheit ein Personaltraining erhält.

Personaltraining:
Beim Checktraining machen wir die verschiedenen Übungen durch und ich überprüfe Technik und Ausführung der Übungen. Ebenso achte ich auf Kraft, Ausdauer und Koordinationsfähigkeiten meines Kunden/meiner Kundin. Im Anschluss daran adaptiere ich, wenn notwendig, den Trainingsplan und dann starten wir durch!

Selbstständiges Training:
Einige meiner KundInnen haben bereits eine gute Trainingserfahrung und trainieren selbstständig mit den von mir erstellten Trainingsplänen. Daher mache ich beim Checktraining ein intensives Techniktraining aller neuer Übungen und überprüfe auch die Ausführung der bisher durchgeführten Übungen. Der Kunde/die Kundin soll genau wissen, wie die Übungen auszuführen sind, um keine Fehlhaltungen oder Schmerzen zu verursachen. Ich arbeite hier sehr oft mit Fotos und Videos, um den Leuten Verbesserungen oder Fehler veranschaulichen zu können.
Wenn der Trainingsplan nach vier Wochen abgearbeitet ist, wiederholen wir das Checktraining und entwickeln das Training weiter.

Schritt 4: Regelmäßiges Training und richtige Dosierung

Egal ob man die Kundin/der Kunde selbstständig oder mit mir trainiert, das Wichtigste ist die Regelmäßigkeit, damit man dem Ziel näher kommt und der Spaß dabei, sonst wird es mit der Regelmäßigkeit schwer.
Ich versuche bei der Erstellung der Trainingseinheiten einen guten Mix zwischen Kontinuität und Abwechslung zu schaffen. Bei jedem Training komplett unterschiedliche Übungen zu absolvieren, macht meiner Meinung nach keinen Sinn – bei jedem Training die gleichen fünf Übungen bis zum Umfallen zu wiederholen genauso wenig. Ich versuche meine Kundinnen und Kunden einerseits mit neuen Übungsausführungen zu fordern, ihnen aber gleichzeitig immer wieder vor Augen zu halten, wie sehr sie sich schon gesteigert haben. Dafür werden bereits erlernte Übungsausführungen wiederholt und variiert

Niemals auf den Spaßfaktor vergessen
Und dann ist da noch der Faktor Spaß. Nachdem man sich angestrengt hat, geschwitzt hat, fertig ist und schon dreimal aufgeben wollte (es aber dann doch nicht gemacht hat), weil der Trainingsplan kein Ende zu haben scheint, ist es an der Zeit, sich etwas zu gönnen. Damit meine ich allerdings keine Tafel Schokolade oder eine Packung Chips.
Nein, ich meine einige Übungen, die einfach nur Spaß machandstandhen, ohne irgendeinen Plan.

Ich beende viele meiner Trainingseinheiten mit Handständen, Handstand gehen, Pistols oder Toes to bar. Das sind Übungen, die mir einfach nur Spaß machen und mich so richtig motivieren.  

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