Mein Urlaub: Neues ausprobiert, altes weggelassen

In einem der letzten Blogpost habe ich euch verschiedene Tipps gegeben, wie man im Urlaub mit dem Training(splan) umgehen kann, um sich optimal zu erholen, jedoch nicht abzubauen. Jetzt, da mein Urlaub vorbei ist, möchte ich euch über meine Erfahrung erzählen und warum ich an diesen Tipps weiter festhalte.

Ich war zwei Wochen Backpacking in Costa Rica. Es war ein sehr abwechslungsreicher Urlaub, denn wir haben viel unternommen, waren ständig auf den Beinen und hatten täglich tausende Eindrücke zu verarbeiten. Allerdings hatten wir auch ein paar gemütliche Strandtage. Zusammengefasst unterschied sich jeder Tag extrem von meinem Alltag zuhause.

Den Körper ankommen lassen

Nach einer 17-stündigen Anreise brauchte ich einige Tage, um mich an die neuen Gegebenheiten zu gewöhnen. Nach zwei Tagen Pause reisten wir weiter, waren zwei Tage wandern und anschließend wieder auf Achse. Die Zeitumstellung und das warme Klima machten sich doch ziemlich bemerkbar. Durch das ständige Weiterreisen veränderte sich das Klima weiterhin regelmäßig. Während es im Regenwald warm und feucht war, am Abend dafür kühler, wurde es an der Karibikküste noch wärmer. An der Pazifikküste war es untertags trocken heiß, am Nachmittag regnete es meist.

Gewohntes Training unter anderen Bedingungen

Mein erstes Training habe ich erst sechs Tage nach der Anreise gemacht – Tabatatraining frühmorgens am Strand.
Es hat mir richtig gut getan, mich körperlich und psychisch auf ganz andere Dinge zu konzentrieren. Auch wenn es ein mir durchaus gewohntes Training war, forderten mich nicht nur das Klima, sondern auch der Sand als Untergrund.
Ich spürte den neuen Trainingsreiz deutlich, vor allem bei den kleinen Laufeinheiten barfuß am Strand zwischen den Tabataübungen.

Erst als wir an unserem letzten Ort angekommen sind, machte ich wieder einmal eine längere Laufeinheit. Einmal war ich in einer Hügellandschaft unterwegs und einmal bin ich am Strand gelaufen. Beide Einheiten war völlig unterschiedlich zu meinen Läufen zuhause und daher auch ziemlich fordernd. Hier bemerkte ich das Klima wieder besonders stark und musste sogar zwischendurch in einen Supermarkt gehen, um mir Wasser zu kaufen. Nach dem Lauf am Strand spürte ich auch meine Beinmuskulatur stärker als zuhause.

 

 

 

 

Zeit nehmen, die zuhause oft fehlt

Wenn ich am Strand war, um Workouts zu machen, habe ich jeweils nur kurze, knackige Einheiten gemacht. Dafür habe ich mir anschließend extra viel Zeit für Dehnen und Mobilisierung genommen. Zeit, die mir zuhause oft fehlt bzw. ich sie mir nicht ausreichend nehme.
Vor dieser Kulisse ist es natürlich nicht schwer in aller Ruhe alles durch zu dehnen: Morgensonne, Palmen, Meer, Sandstrand. Es war herrlich und ich fühlte mich danach wie ein neuer Mensch.

Mal was Neues: Diesmal surfen

Ich hatte euch ja den Tipp gegeben, den Urlaub dazu zu nutzen, auch einmal etwas ganz anderes auszuprobieren. Gerade im Urlaub hat man den Kopf dafür, an neue Dinge locker heranzugehen und man kann den Körper koordinativ und konditionell auf die Probe stellen.
Ich habe in diesem Urlaub surfen ausprobiert. Es hat mir total Spaß gemacht und war auch eine ziemliche Herausforderung. Während einer Welle auf dem Board aufzustehen und dann auch stehen zu bleiben, ist koordinativ gar nicht so einfach. Viel anstrengender ist jedoch gegen die Wellen hinaus zu paddeln. Arme, Core und Rücken sind ganz schön dran gekommen. Wie gesagt, es hat mir riesigen Spaß gemacht und es war genau die richtige Abwechslung, die ich gebraucht habe.

Die Zeit in Costa Rica war sportlich gesehen einerseits eine gute Erholung, andererseits eine neue Herausforderung. Beides hat mir sehr gut getan, da ich mich auf die neuen Dinge jeden Tag freute, aber nie einen Druck verspürte, etwas machen zu müssen. Die Trainingseinheiten haben sich irgendwie von selbst ergeben, genauso, wie es meiner Meinung nach sein soll.

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