Stories of Life: Back in Costa Rica

Hätte mir beim letzten Mal als ich hier am Strand saß jemand gesagt, dass ich in einigen Wochen wieder da sein werde, hätte ich ihn oder sie für verrückt erklärt. Und tatsächlich sitze ich heute wieder da. Doch eines nach dem anderen.

Vor zwei Tagen stieg ich in Wien in ein Flugzeug nach Frankfurt, weiter nach Santo Domingo, weiter nach San José. Obwohl ich ein bisschen Schiss hatte vor dem Flug hatte, war es richtig angenehm. Der Grund dafür war der kleine Zaubertrank (auf natürlicher Basis), den ich gegen Flugangst bekommen habe. Und schon waren 12,5 Stunden Flug überhaupt kein Problem. Im Gegenteil, ich habe ihn richtig genossen, konnte schlafen, Film schauen, lesen, einfach herrlich.

San Jose
Meine beiden Rucksäcke und ich

Kaffe am Flughafen

Ich stieg um 5 Uhr in der Früh in San José aus, freute mich unheimlich, dass mein Rucksack auch angekommen ist (die Transferzeit in Frankfurt war sehr kurz), gönnte mir einen riesigen Kaffee und versuchte zu verstehen wo ich da war – no Chance. Einige Stunden danach saß ich im ersten Bus Richtung Karibikküste. Noch in meiner Flugzeug-Kleidung schwitzte ich bei einer viereinhalb stündigen Fahrt mehr als bei jedem Training. Ich hatte vergessen, dass die Busse an die Karibikküste nicht klimatisiert sind und da mir im Flugzeug immer kalt ist, war ich für den vollen Bus und die Hitze viel zu warm angezogen.

„Hot water“ – brauche ich heute nicht

Am Nachmittag spuckte mich der Bus in Puerto Viejo aus und ich suchte mir, mit zwei Rucksäcken an mir hängend, ein Hostel. Ich wundere mich noch immer, dass ich überhaupt ein Bett bekam, so wie ich beinander war. Ich schwitzte so sehr, dass mir der Schweiß in die Augen geronnen ist – hat ganz schön gebrannt. Voller stolz sagte mir die Hostel-Mama, dass es sogar „hot water“ gibt. Das war mir in diesem Moment sowas von egal, ich duschte kalt und lange.

Reis, Bohnen, Bier: Ich saß in einem Lokal am Strand und versuchte endlich zu verstehen, wo ich war. Aber es funktionierte nicht, ich war so müde, dass ich mich nicht einmal freuen konnte.

Nach 12 Stunden Schlaf war die Welt wieder gut. Ein Morgenlauf, ein herrliches Frühstück und ein Tag am Strand mit Raggaemusik und schon war die Freude nicht mehr zu bändigen. Ich lief den ganzen Tag mit einem riesigen Grinser herum und begann langsam zu verstehen, dass ich es geschafft hatte: Ich war in meinem kleinen Paradies angekommen, einem ehemaligen Fischerdorf an der Karibikküste von Costa Rica.

Playa Negra
Mein Morgenlauf am Playa Negra
Skype mit Viki
Skypen mit der Viki

 

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