Mein Alltag in Costa Rica

Es sind schon wieder fast zwei Monate vergangen seit ich ins Flugzeug Richtung Mittelamerika gestiegen bin. Und in einigen Wochen bin ich auch schon wieder zuhause. Ich höre jetzt noch die Stimmen vor meinem Abflug: „Was?! So lange bist du schon wieder weg?!“

Doch ich ahnte, dass alles wieder wie im Flug vergehen wird und so ist es tatsächlich auch. Ich habe das Gefühl, die Zeit rennt richtig. Egal, ob ich viel zu tun habe, wir etwas unternehmen oder einen ruhigen Tag haben, es vergeht alles schnell. Umso mehr versuche ich, die Zeit, die vielen Momente, Erlebnisse, Emotionen, Erfahrungen intensiv zu leben. Ich versuche wirklich present zu sein. Doch manchmal ist das leichter gesagt, als getan.

Das witzige ist, auch wenn man eine Zeit von zuhause weg ist, um einmal alles ganz anders zu machen, andere und neue Dinge zu sehen, den Horizont zu erweitern, whatever – am Ende sucht man doch ein bisschen nach Routine und Struktur. Zumindest ist das bei mir so. Obwohl ich immer dachte, dass mein Leben keine richtige Routine hat und jeder Tag komplett anders ist, habe ich festgestellt, dass ich mich ein bisschen verloren fühle, wenn ich so gar keine Routine habe. Mein Training und meine Yogapraxis sind so eine Art roter Faden durch meine Leben, aber ich habe gelernt, dass ich etwas mehr brauche, als das. Mein Leben hat sich im letzten Jahr so stark verändert, dass die Sehnsucht nach etwas Routine tatsächlich aufkam. Also musste eine Struktur her, zumindest ein bisschen ein. Hier ist sie nun.

Die neue Routine

Wie gesagt mein Training und meine Yogapraxis sind so eine Art Routine. Daher beginnt der Tag mit Workout, Laufen oder Yoga am Strand, vorausgesetzt es regnet nicht. Außer samstags, denn da ist Bauernmarkt in der Früh und wir kaufen frisches Obst und Gemüse für die Woche ein.

 

Es folgt das wohlverdiente Frühstück. Ich bin und bleibe ein Frühstücks-Freak, etwas typisch österreichisches. Je länger, desto besser. Davon kann mich so gut wie kein Ortswechsel abhalten. In einem Land mit frischen tropischen Früchten, vielem organischen Gemüse und organischem Kaffee ist es unmöglich, nicht ausgiebig zu frühstücken.

Danach widme ich mich meinen KundInnen, emails und Telefonaten. Das ist die beste Zeit, denn da wird es langsam Abend in Österreich und alle haben es bisschen Zeit. Aber vorher müssen alle Telefonate gut ausgemacht werden, sonst kommen wir nicht zusammen. Ihr wisst ja, alles was nicht fix ausgemacht ist, findet meist nicht statt. (Obwohl ich auch schonmal einen Onlinetermin versemmelt habe, der fix ausgemacht war. Es menschelt halt. )

Nachdem die Mittagshitze vorbei ist, bin ich meist ein bisschen am Strand, schwimmen, lesen, Leute schauen. Das ist ein Touristenort hier, ständig sind neue Leute da, da gibt es viel zu sehen und zu beobachten. 😉 Länger als ein, zwei Stunden bleibe ich jedoch nur an freien Tagen am Strand. Das ist eine nette Erholung.

Wenn wir frei haben, suchen wir uns meiste schöne Strände und bleiben den ganzen Tag dort. Das karibische Meer ist immer warm und die Buchten sind wunderschön naturbelassen mit vielen Pflanzen. Wir spazieren oft die kilometerlangen Strände entlang. Oder wir gehen in den Regenwald, halten Ausschau nach Tieren, essen Kakao und Früchte von den Bäumen, baden im Bergwasser oder in kleinen Wasserfällen. Auf meinen Instastorys (trainerella) könnt ihr meine Überraschung über so manch (für mich) völlig neue Frucht miterleben.

Da es in Costa Rica so früh dunkel wird, nutze ich diese Zeit nochmal um zu arbeiten – nachdem ich den Sonnenuntergang gesehen habe natürlich. Zu der Zeit erwacht Mitteleuropa langsam. Wenn ich Yoga unterrichte, kann ich den Sonnenuntergang von der Plattform aus sehen. Das ist so wunderschön und meist geht es sich aus, dass es zur Abschlussposition Savasana finster wird. The pure connection with mother nature.

Nach der Arbeite gehen wir noch ein bisschen spazieren oder tanzen. Es gibt überall gute Musik, Veranstaltungen und Parties. Aber nicht zu lange, das nächste Morgenworkout wartet 😉

View while Yogapractice at OM at Cashewhill

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