Destress yourself #2: Meine Challenge im Juli

Der Sommer ist für mich immer die Zeit, irgendetwas anders zu machen als sonst. Ich glaube, das ist ein Automatismus, der mir durch die Schulferien angelernt wurde und denn ich dann nie wieder abgelegt habe. Aber ganz ehrlich, Juli und August sind in fast keiner Lebenslage oder Branche mit anderen Monaten zu vergleichen oder?! So auch nicht bei mir, daher musste ich mich mal wieder selbst challengen.

A bissl sitzen

Ich habe mich für Ruhe entschieden, also Meditation. Einige Schritte habe ich in der Meditation ja schon gemacht. Ich habe an verschiedenen Orten mit verschiedenen Geräuschkulissen und Ablenkungen meditiert. Ich habe mir verschieden Wege gesucht in meine Meditation zu finden und ich habe auch die Zeit immer wieder ein bisschen verlängert. Doch diesmal wollte ich mehr.

So habe ich die Morgenmeditation von Annemarie bei Bali Yoga Wien besucht. Sie beginnt um 7.40 Uhr und dauert 50 Minuten, wovon 40-45 Minuten meditiert wird. Man nimmt sich Block und Matte, wenn man möchte noch eine Decke und betet, dass man es durchhält.

Mein Gefühl zu Beginn schwankte zwischen „was sind schon 45 Minuten“ und „wie soll ich das nur durchhalten“. Ja und dann gab es kein Zurück mehr. Hinsetzen und los geht’s. Annemarie sagte uns zwar, wir sollten versuchen weg zu kommen von „so soll es sein“, „so muss ich es machen“, etc. Also versuchte ich mein Ego, mein Soll und Muss runterzufahren und eine Beobachterrolle meiner selbst einzunehmen.

Tschüß „to-do-List“

Na klar, es kommen immer wieder Gedanken und es fordert mir immer wieder sehr viel ab, die zwei Schritte zurück zu machen, mich selbst zu beobachten und meine Gedanken nicht Achterbahn fahren zu lassen. Wobei das doch zu verführerisch ist. Ich werde in einiger Zeit verreisen und habe noch eine volle to-do-List. Die springt natürlich vor meinem inneren Auge auf und ab, wachelt herum und wartet darauf koordiniert zu werden. Und da war die Challenge, die ich suchte: Tschüß to-do-List, wir sehen uns später.

Das ist ganz schön harte Arbeit, denn ich bin es überhaupt nicht gewöhnt, dass ich etwas, das mir gerade in den Kopf schießt, nicht bearbeite… ich Kind der Leistungsgesellschaft.

Doch irgendwann finde ich mich dann damit ab, dass jetzt Ruhe angesagt ist. Und dann kommt das Gefühl, dass ich aus dieser Ruhe nicht mehr raus will. Ich empfinde es als Luxus, dass ich gerade nichts anderes machen muss, als sitzen und nach innen schauen.

Und dann kommt der Gong, der die Meditation immer viel zu früh beendet.

Diese Stunden mit Annemarie haben mir dabei geholfen, meine Meditationspraxis zuhause zu erweitern und wieder einige Schritte zu machen.

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